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Metamorphose.



Unsere einzige Verantwortung im Leben beinhaltet unsere Wahrheit zu sprechen - sogar noch einen Schritt weiter, sie nicht nur zu sprechen, sondern auch zu verkörpern.


Seine Wahrheit zu verkörpern ist das, was wir als kontinuierliche Entwicklung bezeichnen. Es umfasst unsere ganz persönliche Evolution auf dieser Erde.


Doch was ist die Wahrheit?


Sind es unsere Gedanken, unsere Gefühle, ist es unser Handeln? Es ist alles. Alles, was wir im Hier und Jetzt sind. Und wenn wir davon ausgehen, dass wir mit jedem weiteren Moment in unserem Leben "MEHR" sind (aufgrund unserer stetigen Entwicklung), muss sich diese Wahrheit zwangsläufig verändern. Unsere (Lebens-)Aufgabe ist es nun, uns immer wieder zu erlauben, unserer gegenwärtigen Wahrheit zu entsprechen. Genau dann ist der Sweet Spot erreicht, an dem wir uns "angekommen", im Einklang fühlen.


Ist es leicht? Wahrscheinlich nicht. Denn mit Veränderung geht immer ein Loslassprozess einher. Altes geht, Neues kommt. Ein transformativer Prozess. Man könnte auch sagen, ein Anpassungsprozess. Denn zuerst ist da die Veränderung im Innern. Das, was wir oder andere Menschen als Veränderung wahrnehmen (z.B. neue Lebensumstände im Bereich Karriere/Wohlbefinden/Körper/Beziehungen/Ausstrahlung etc.) ist dann „nur“ noch die äußere Anpassung.


Stell dir vor du bist ein Magnet, der alles anzieht, was dasselbe Magnetfeld besitzt. Sobald du dein Magnetfeld veränderst (Innenwelt), ziehst du automatisch andere Dinge an (Außenwelt). Du empfängst, was du sendest.


Warum liegt in Veränderung der Tod? Weil wir quasi eine alte Identität, die wir jetzt nicht mehr sind, hinter uns lassen. Das bedeutet nicht, dass wir zum vollkommen anderen Menschen werden. Es bedeutet lediglich, dass wir Schichten von uns abstreifen, die unserem Seinszustand nicht mehr entsprechen.


Was übrig bleibt, ist eine authentischere Version unserer selbst.

Wir müssen uns folglich nicht sorgen, Menschen oder Lebensumstände in diesem Prozess zu "verlieren", im Gegenteil: Wenn wir Selbstliebe mehr Raum geben, können wir die Liebe anderer besser empfangen und annehmen.


Im Grunde ist unser gesamter Evolutionsprozess ein kontinuierliches Annehmen unserer selbst.

Mit jeder Entwicklung, die wir zulassen, stehen wir ein Stück mehr in unserer Wahrheit - wenn wir dabei Menschen, Dinge oder Umstände "verlieren", dann nur, weil diese mit unserer Wahrheit (noch) nicht (mehr) übereinstimmen.


Und dennoch verspüren wir oft eine enorme Angst in uns. Wir fürchten uns so sehr "Altes" loszulassen, weil wir einfach nicht wissen, was uns nach dem Loslassen erwartet. Es fühlt sich an wie ein Sprung von der Klippe, ohne Garantie einer sanften Landung. Wer würde sich freiwillig auf dieses waghalsige Risiko einlassen?


Die wichtigere Frage an dieser Stelle: was passiert, wenn wir es nicht tun?


Nichts. Wir müssen nicht springen, es obliegt unserem freien Willen. Jedoch ist gewiss: Indem wir nicht springen und demnach an einem "Ort" bleiben, der uns aufgrund unserer natürlichen Entwicklung nicht mehr entspricht, sind wir nicht im Einklang. Weil wir unserem Sein nicht den entsprechenden Raum geben. Tief in uns spüren wir immer unsere Wahrheit, die an die Oberfläche drängt und sich permanent bemerkbar macht.


Wenn wir ehrlich sind, ist diese intuitive Stimme in uns, unser Lebensretter. Denn sie kämpft permanent für unser Wohl, für unsere Entwicklung und dafür, dass wir den Mut aufbringen mehr zu uns zu stehen.


Dann kommt unser Verstand ins Spiel. Wir müssen wissen, dass unser Verstand in manchen Situationen ein sehr guter Beschützer ist. Jedoch ist er kein vertrauensvoller Wegweiser, wenn es um unsere Wahrheit geht. Der Verstand kennt nur das Alte. Er beruft sich auf unsere Vergangenheit. Auf all das, was er gelernt hat. Sobald es aber um Veränderung, also um das Neue, geht, klammert er sich an der Gewohnheit fest. Daher rührt unsere Neigung zum Gewohnheitstier und zu wiederkehrenden Verhaltensmustern.


Der Verstand ist nicht in der Lage, das gegenwärtige Potenzial (das in jedem von uns steckt) zu erkennen.


Deshalb sitzt er wie ein Teufelchen auf unserer Schulter und ermahnt uns konstant, jetzt bloß keine "Dummheiten" zu begehen. Paradoxerweise liegt die Sicherheit, die wir im Verstand stets anstreben, in der scheinbaren "Gefahr", dem Sprung von der Klippe. Denn in dem Moment, in dem wir unsere Wahrheit sprechen und bereit sind uns dieser hingebungsvoll zu öffnen, richtet sich unser gesamtes Leben neu aus.


Alles, was du IN dir zulässt zu sein, wirst du automatisch auch nach außen verkörpern und im Gegenzug erfahren. Somit werden sich Menschen und Umstände in deinem Leben zeigen, die zu deiner "neuen", gegenwärtigen Wahrheit passen. Das ist es, was sich stimmig für uns anfühlt. Nach diesem Gefühl streben wir alle. Wir möchten uns wohl und angekommen fühlen.


Ein Ankommen (bei uns selbst) erfordert also nur eine Verantwortung: Mutig zu sein, wann immer sich das Potenzial in uns zeigt, zu springen. Entfaltung zuzulassen.

Ich stelle mir hier gerne die Metamorphose einer Raupe vor. Wenn der fertige Schmetterling in seinem Kokon ist, weiß er nicht, was ihn außerhalb erwartet. Er kennt nur das Leben einer Raupe. Doch würde er sich seiner Entwicklung, seiner selbst, verschließen und im Kokon verharren, würde er nie erfahren, wie wundervoll sich seine Verwandlung anfühlt.


"Veränderung ist die einzige Konstante im Leben". Und doch weigern wir uns manchmal diese Konstante als die einzige Sicherheit zu erkennen. Stattdessen kontrollieren wir das Leben, um den Sprung nicht wagen zu müssen. Dabei bringt uns dieser Sprung an exakt den "Ort", der unserer Wahrheit (unserem Sein) entspricht. Deshalb dürfen wir uns immer wieder vergewissern, ob wir noch am richtigen "Ort" sind oder uns einmal mehr auf die Vollkommenheit unserer eigenen Evolution verlassen.


Auch wenn das Loslassen einer alten Version unserer selbst, sich im Moment der Veränderung wie eine Art Tod anfühlen mag, ermöglichen wir in diesem Moment eine Neugeburt. Somit steckt im Loslassen des Alten, immer gleichermaßen die Potenzialentfaltung des Neuen. Wer sich seiner "Todesangst" stellt, erfährt das Geschenk der Wiedergeburt.


Es geht also nie darum dein Umfeld loszulassen, sondern die „alte“ Version deiner Selbst, die daran festhält.


Anders ausgedrückt: Es geht darum dich mehr in deiner Vollkommenheit anzunehmen.


Wenn wir unserer eigenen Evolution, unserer Wahrheit, vertrauen, können wir nur dort landen, wo wir uns am wohlsten fühlen - näher bei uns selbst.


Deine deep dive Mentorin

Sarah


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