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Trennung.



Trennung ist kein Hindernis, sondern der Wegweiser zur Einheit.


Ob wir Trennung oder Einheit empfinden hat besonders mit unserem persönlichen Weitblick zu tun. Das Problem von Trennung ist der damit einhergehende Schmerz. Wann immer wir uns von einer Sache, einem Umstand, einer Emotion oder einer Person getrennt fühlen, die wir gerne in unserem Leben haben möchten, empfinden wir Schmerz. Unser Leben ist sicher nicht dafür da, permanent zu leiden. Im Gegenteil: Wir sind zu jedem Zeitpunkt in der Lage bewusst zu entscheiden, ob wir im Trennungs- oder Einheitsbewusstsein leben möchten.


Was ist der Unterschied? 


Unsere Welt ist geprägt von Dualität. Überall in unserem Leben finden sich Gegensätze, wie Tag und Nacht, Ebbe und Flut, Mann und Frau, Sonne und Mond, Einatmung und Ausatmung, Licht und Dunkelheit ... Uns ist bewusst, dass sich genannte Gegensätze einander bedingen, sozusagen koexistieren. Ohne die Nacht würde es keinen Tag geben, dem Ausatmen folgt das Einatmen und ohne das männliche würden wir nicht vom weiblichen Geschlecht sprechen.


Bei genannten Gegensätzen ist es abwegig von einer Trennung zu sprechen, geschweige denn, die jeweilige Ausprägung per se zu bewerten. Wir sagen nicht: Das Einatmen ist schlecht und das Ausatmen ist gut. Wir haben auch keine Angst davor, nach dem Einatmen nicht wieder ausatmen zu können. Im Grunde wissen wir, dass beides zusammenhängt und sich in einem ständigen natürlichen Fluss befindet. Es sei denn, wir würden an einem der Gegensätze festhalten. Aber jeder weiß, worin es enden kann, würden wir zu lange einfach nur einatmen…


Wie kommt es also, dass wir Dualität in anderen Zusammenhängen völlig anders betrachten, wie beispielsweise: Scheitern, Misserfolg, Verlust oder Krankheit? 

Interessant ist, dass wir diese Dinge plötzlich nicht mehr in ihrer Ganzheit wahrnehmen, sondern getrennt in ihrem Dasein (negativ) bewerten. Aus meiner Sicht ist Dualität wertneutral, denn es geht im Grunde um zwei gegensätzliche Ausprägungen eines Daseins - wie zwei Seiten einer Medaille. Krankheit ist ein Teil von Gesundheit, genauso wie Misserfolg ein Teil von Erfolg ist. Indem wir die Ausprägungen losgelöst voneinander betrachten sind wir im Trennungsbewusstsein und fixieren uns oftmals auf den für uns "negativen" Part. Dabei würde es so gut tun, könnten wir im vermeintlichen Misserfolg einen Wegweiser zum Erfolg sehen. Oder die Krankheit als Hilfe zur Genesung wahrnehmen.


Dass das Potenzial IN uns steckt, wissen wir. Sonst hätten wir im Krankheitsfall keinerlei Motivation wieder gesund zu werden oder im Misserfolg keinerlei Aussicht auf Erfolg. Eine liebevolle Sichtweise beinhaltet folglich, Dualität als wertneutral und in ihrer Ganzheit zu betrachten. Denn in Wirklichkeit steckt in jeder Ausprägung das Potenzial der jeweils gegensätzlichen Ausprägung. Somit hat jede Dualität, und übrigens auch jeder Teil des "Übergangs" von der einen zu anderen Ausprägung, seine Daseinsberechtigung. 


Heißt das, wir müssen erst krank werden, um gesund zu bleiben oder immer wieder verlieren, um zu gewinnen? Nein! Wie sehr das Pendel in die jeweilige Richtung ausschlägt, haben wir glücklicherweise selbst in der Hand. Denn am "besten" lebt es sich bekanntlich in der goldenen Mitte.


Indem wir uns stetig entwickeln und bewusst(er) sind, harmonisieren wir die empfundene Dualität in unserem Leben. Eine Krankheit kann uns dazu bringen, einen gesünderen Lebensstil zu pflegen, der uns nachhaltig Gesundheit bringt. Misserfolge können uns Klarheit bringen, wie wir uns Erfolgen besser annähern können. Jedes Mal, wenn wir das neu gewonnene Verständnis, Wissen oder Erfahrungen nachhaltig in unser Leben integrieren, müssen wir die Extremsituation nicht mehr erneut erleben. Somit sorgen wir für Balance.


Inwiefern wir die Gegensätze als unglaubliches Entwicklungspotenzial nutzen, hängt entscheidend von unserem Weitblick ab, die Ausprägungen als Teil eines Ganzen betrachten zu können. Sobald wir in diesem wertneutralen Einheitsbewusstsein sind, löst sich der Trennungsschmerz automatisch auf. Anstatt deinen Fokus auf die Krankheit zu richten (also daran festzuhalten), lasse diesen Zustand innerlich los und sei im Bewusstsein, dass bereits alles in dir verankert ist, um gesund zu sein.


Wenn wir nur ausatmen, sind wir schnell tot. Wenn wir nur krank wären und kein Stück Gesundheit in uns hätten, wären wir ebenso tot. Wenn wir am Misserfolg festhalten, blockieren wir unser Erfolgspotenzial. Wenn wir uns in der Trauer baden, empfinden wir keine Freude. Indem du erkennst, dass Trennung eine Illusion ist, an der du nicht länger festhalten musst, kommst du automatisch in das Einheitsbewusstsein.


Wir dürfen den Schmerz loslassen und uns wieder dem natürlichen Fluss des Lebens hingeben, der uns stets in die (innere) Harmonie bringen möchte.

 

Jede Dualität, in der wir Trennung sehen, ist eigentlich nur eine Erinnerung an das EINS-SEIN. Über den Kontrast der Trennung, kannst du die Einheit erkennen – das, was du wirklich bist.


Deine deep dive Mentorin

Sarah


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